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Marian Kretschmer

Systemrelevant und nu?

Ein Interview mit Marian Kretschmer

Als wir vor einigen Monaten mit unserer Idee zur Kampagne „Systemrelevant – und nu?“ auf Marian Kretschmer zugingen, war er von Beginn an ein Teil unserer Künstler des Projektes. Entstanden ist eine tiefgängige Arbeit die mit ihren vielen Details zum nachdenken und hinschauen anregt. Es ist das dritte von insgesamt vier Bildern, die in den nächsten Wochen und Monaten durch verschiedene Künstlerinnen und Künstler entstehen werden.

Auf unseren Social Media Plattformen und unserer Website werden wir euch Marian näher vorstellen und euch erläutern, was er mit seinem Motiv zum Ausdruck bringen möchte. Unter www.marian-kretschmer.de könnt ihr euch viele andere seiner mitreißenden Arbeiten ansehen.

Marian Kretschmer

Foto: Marian Kretschmer

Auf die Details kommt es an

Das Thema „Systemrelevanz“ in einem Kunstwerk zu verewigen, ist sicher keine einfache Aufgabe. Doch wir finden, mit seinem Motiv hat Marian Kretschmer hierbei einen super Job gemacht.

Die Kuben, sind für Marian sehr ausdrucksstarke und gleichzeitig vieldeutige Gestaltungselemente. Diese können ein Symbol sein für: der Druck der Gesellschaft der auf jedermann zuweilen lastet, sowie die Dogmen und der Ballast mit dem wir auf die Welt gekommen sind und somit mit uns herumtragen. Und vieles anderes ...

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Interview

Marian Kretschmer

Hallo Marian, bitte stell dich kurz allen vor.
MK: Marian Kretschmer , *1983 , freischaffender Künstler für Grafik, Illustration und Malerei

Welche künstlerische Stilrichtung verfolgst du?
MK: Bildende Kunst mit dem Schwerpunkt Malerei und Illustration. Meine Bildsprache wird getragen von floralen Kompositionen und sich begegneten Menschen. Oftmals in Verbindung mit surrealen Bildelementen.

Wie bist du zur Kunst gekommen?
MK: Die Kunst ist zu mir gekommen. Es gab für mich keine andere Alternative, als Künstler zu werden.


Was möchtest du mit deinen Kunstwerken aussagen und bewirken?
MK: Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in dem Konzept der Nächstenliebe, des „Sich Findens“ im Anderen – reflektieren im Gegenüber –  welches den Menschen zu einem höheren Wesen werden lassen kann.

Hattest du früher schon einmal Berührungspunkte zum Thema Pflege und den Pflegeberufen?
MK: Ja, da ich seit meiner Jugend auch kunstpädagogisch in Kindergärten, Schulen, Schulen für beeinträchtigte und  Berufsschulen arbeite. Dort komme ich regelmäßig in Kontakt mit Pflegepersonal.

„Systemrelevant“ - Was bedeutet dieses Wort für dich?
MK: Nichts. Es ist ein Wortkonstrukt. Jeder in dieser Gesellschaft hat seine eigene Aufgabe und ist für Etwas bestimmt. Jeder hat seine Berufung, die es gilt zu finden. Es macht keinen Sinn die Menschen in wichtig und weniger wichtig einzuteilen. Wir sind als Gemeinschaft ein Konglomerat an Individuen die es alle benötigt.


Was möchtest du mit deinem Kunstwerk für die Kampagne aussagen bzw. welches Ziel verfolgst du damit?
MK: Wir sind Sklaven unserer Dogmen und unserer Verstrickungen. Wir erschöpfen uns und zerstören unsere Seelen an der Last unseres Jobs solange bis unser Körper nicht mehr kann. Wir sollten uns mit Respekt und Demut behandeln und an die Eigenverantwortung eines jeden selbst appellieren.

Was wünschst du dir in Zukunft für die Pflegeberufe?
MK: Dass sie mehr geachtet und entsprechend entlohnt werden. Die Arbeit mit Menschen bedarf enorm viel Achtsamkeit und Empathie, was wiederum nur gewährleistet werden kann, wenn ein gesundes und ausgeglichenes Leben finanzierbar ist.

 

Wir sagen Danke

1000 Dank für die Wahnsinns Unterstützung

Mehr von Marian seinen beeindruckenden Arbeiten finde ihr hier: www.marian-kretschmer.de

Ihr wollt mehr von Marian sehen?

Dann klickt euch gern hier durch:

Übrigens

Unser Kampagnenbild von Marian kannst du kaufen

Ende Oktober wird das Original-Bild in einer stillen Auktion versteigert. Ein Drittel der Erlöse landen dabei beim Künstler selbst, ein Drittel wird der HOPE Kapstadt Stiftung zugeführt. Das letzte Drittel wird für die Blaulichtparty verwendet. Die Party für alle Arbeitskräfte im Blaulichtsektor, speziell für Pflegekräfte, für die Polizei und Feuerwehr, ist aktuell für den 12. November geplant und das Geld soll genutzt werden, um die Eintrittspreise zu senken. Vorausgesetzt natürlich, die Corona-Situation lässt die Durchführung der Feier zu. Andernfalls wird der Betrag für die Blaulichtparty 2022 verwendet.